
5 Video Strategien für Unternehmen
Dieser Artikel wurde zuletzt am 5. Januar 2026 aktualisiert.
In vielen Unternehmen gibt es den Wunsch, mehr mit Videos zu arbeiten, vor allem zum Jahreswechsel nimmt man sich das gerne vor. In der Praxis landet das Thema dann aber oft bei einer einzelnen Person, die sich neben ihren eigentlichen Aufgaben darum kümmern soll. Meist wird dann zusätzlich alle vier oder fünf Jahre ein Imagefilm produziert und dazwischen passiert objektiv wenig und eine ausgearbeitete Video Strategie gibt es nicht. Zwischendurch entstehen zwar immer wieder Handyvideos, aber häufig ohne klares Ziel und mit mäßiger Qualität. Das führt selten zu den Ergebnissen, die man sich eigentlich erhofft.
Die folgenden fünf Video Vorsätze (für das neue Jahr oder auch mittendrinn) sollen genau hier ansetzen. Es geht nicht um große Strategiepapiere oder perfekte Produktionen, sondern um ein paar grundlegende Entscheidungen, die Videos im Unternehmensalltag einfacher und strategischer machen.
Inhaltsverzeichnis
Videos nicht als Einzelprojekt denken
In vielen Unternehmen werden Videos noch immer als Einzelprojekt geplant. Ein Imagefilm soll dabei möglichst vieles gleichzeitig erfüllen und sowohl Kunden, Bewerber, Partner und manchmal sogar Mitarbeitende ansprechen. Das führt häufig dazu, dass Inhalte sehr allgemein bleiben und niemand wirklich gezielt erreicht wird. Genau deshalb verlieren solche Videos im Alltag schnell an Wirkung.
Sinnvoller kann daher sein, Videos als zusammenhängende Reihe zu planen. Mehrere Videos mit klaren Themen, festen Formaten oder wiederkehrenden Personen lassen sich deutlich gezielter einsetzen. Statt eines einzigen Films entstehen Inhalte, die jeweils auf eine konkrete Zielgruppe ausgerichtet sind. Welche Alternativen es zum klassischen Imagefilm gibt, zeige ich dir im Beitrag zum Thema „Alternativen zum Imagefilm“.
Besonders gut funktioniert dieser Ansatz, wenn Unternehmen auf wiederkehrende Formate setzen. Eine Webserie kann zum Beispiel regelmäßig Einblicke geben, Themen vertiefen oder Prozesse erklären. Wie solche Formate aufgebaut sein können und warum sie gerade für Unternehmen sinnvoll sind, zeige ich dir am Beispiel von Boah Bahn! – wie Webserien funktionieren.
Klare Video Strategien und Ziele festlegen
Ein häufiger Grund für schwache Videos sind fehlende oder zu allgemein formulierte Ziele. In vielen Unternehmen heißt es einfach: „Wir brauchen ein Video.“ Was das Video konkret leisten soll, bleibt oft offen. Soll es informieren, erklären, Vertrauen aufbauen oder zu einer Handlung motivieren? Ohne diese Entscheidung wird vor der Kamera viel gesagt, aber wenig erreicht.
Ein klares Ziel hilft dabei, Videos deutlich fokussierter zu planen. Es beeinflusst, wie lang ein Video ist, wer vor der Kamera steht und wo es später eingesetzt wird. Ein internes Schulungsvideo braucht einen anderen Aufbau als ein Recruiting Clip oder ein Video für Social Media. Wer versucht, alles in ein einziges Video zu packen, verwässert die Botschaft und überfordert die Zuschauer.
Gerade bei mehreren Videos zahlt sich eine Content-Strategie aus. Wenn jedes Video eine konkrete Aufgabe erfüllt, lassen sich Inhalte besser strukturieren und gezielt einsetzen. Videos werden so nicht nur produziert, sondern sinnvoll genutzt. Das spart Zeit, reduziert Abstimmungsaufwand und sorgt dafür, dass Videos im Unternehmen tatsächlich einen Mehrwert haben.
ℹ️ Konzentriere dich am besten auf ein Thema und packe nicht zu viele Ziele in ein Video. Du kannst dabei auch „von hinten“ denken und dir zuerst die Call-To-Action überlegen, also was der Zuschauer nach dem Video tun soll. Das ist häufig das Kernziel deines Videos.
Einfach starten statt auf perfekte Bedingungen warten
Viele Videos scheitern nicht an fehlenden Ideen, sondern daran, dass der Start immer wieder verschoben wird. Es fehlt das richtige Equipment, die passende Location oder die Sicherheit vor der Kamera. Gerade in Unternehmen entsteht schnell der Anspruch, dass Videos von Anfang an professionell wirken müssen.
In der Praxis ist dieser Anspruch oft der größte Bremsklotz. Gute Videos entstehen nicht durch perfekte Voraussetzungen, sondern durch Routine. Wer wartet, bis alles stimmt, produziert meist gar nicht. Ein einfacher Start mit dem vorhandenen Smartphone, einem ruhigen Raum und klaren Inhalten reicht für viele Formate völlig aus.
Mit jedem Video wächst die Sicherheit. Abläufe werden schneller, die Bildqualität verbessert sich automatisch und auch die Inhalte werden klarer. Statt lange auf den perfekten Moment zu warten, ist es sinnvoller, bewusst klein zu beginnen und Erfahrungen zu sammeln. So wird Video Schritt für Schritt zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags, statt ein Projekt zu bleiben, das immer wieder aufgeschoben wird.
Video-Trends bewusst auswählen statt alles mitzumachen
Zu einer Video Strategie gehört es auch sich Freiräume für aktuelle Entwicklungen zu geben,. Video Trends betreffen Unternehmen heute auf zwei Ebenen. Auf der einen Seite verändern sich Formate. Webserien, Challenges, kurze Social Media Clips, Videos zu neuen Produkten oder aktuellen Ereignissen gehören inzwischen zum Alltag vieler Plattformen. Auf der anderen Seite entwickeln sich Technologien rasant weiter. Neue Schnittprogramme, Automatisierungen und vor allem KI Tools versprechen mehr Geschwindigkeit und weniger Aufwand bei der Videoproduktion.
Viele Unternehmen versuchen, auf diesen Zug aufzuspringen und den Hype mitzunehmen. Das funktioniert nicht immer. Ein Trend allein sorgt weder für bessere Inhalte noch für mehr Wirkung. Formate und Technologien müssen zum Unternehmen passen, zu den verfügbaren Ressourcen und zur Art der Kommunikation. Auch Geschwindigkeit spielt dabei eine Rolle. Wer Trends nutzen will, muss in der Lage sein, Inhalte zeitnah umzusetzen. Sonst ist der Moment oft schon vorbei.
Sinnvoller ist es, Trends gezielt auszuwählen. Welche Formate lassen sich realistisch umsetzen? Wo können neue Technologien oder KI tatsächlich helfen, schneller oder effizienter zu werden? Und welche Entwicklungen lassen sich sinnvoll in bestehende Abläufe integrieren? Eine Einordnung aktueller Video Trends und ihrer Bedeutung für Unternehmen habe ich dir im Beitrag zusammengefasst.

Video Kompetenz im Unternehmen aufbauen
Viele Unternehmen stehen irgendwann vor der Frage, ob Videos intern produziert oder an eine Agentur ausgelagert werden sollen. Häufig wird dabei entweder alles abgegeben oder alles selbst gemacht. Beides funktioniert in der Praxis nur bedingt und führt schnell zu unnötigen Kosten oder Überforderung.
Sinnvoll ist meist ein Mittelweg. Externe Dienstleister können bei aufwendigen Produktionen unterstützen, während einfachere Formate intern umgesetzt werden. Dafür braucht es kein vollwertiges Filmteam, sondern ein grundlegendes Verständnis für Planung, Aufnahme und Einsatz von Videos. Welche Vor und Nachteile Inhouse Videoproduktion und Agenturarbeit haben, zeige ich dir im Artikel Inhouse Videoproduktion oder Agentur – was ist besser?.
Gerade bei regelmäßigen Formaten, Social Media Clips oder aktuellen Themen zahlt sich internes Video Know how aus. Anpassungen lassen sich schneller umsetzen und Inhalte bleiben aktuell. Videos werden so vom Ausnahmeprojekt zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskommunikation.
Ziel: Videos als festen Bestandteil etablieren
Videos funktionieren in Unternehmen dann am besten, wenn sie nicht zufällig entstehen. Klare Formate, ein konkretes Ziel und realistische Abläufe sorgen dafür, dass Videos genutzt werden und nicht in Ordnern verschwinden. Die fünf Video Vorsätze helfen dabei, Ordnung in das Thema zu bringen und Entscheidungen bewusster zu treffen.
Wenn du Videos Schritt für Schritt angehst und dir das nötige Wissen aufbaust, wird aus Unsicherheit schnell Routine. Genau dabei unterstützt dich Movie Mentor mit praxisnahen Artikeln und Kursen. So entstehen Videos, die zum Unternehmen passen und langfristig einen echten Mehrwert bieten.



