
Wie lange eine Videoproduktion dauert
Dieser Artikel wurde zuletzt am 25. Mai 2026 aktualisiert.
Wenn du eine Videoproduktion starten möchtest, egal ob inhouse oder mit einem externen Dienstleister, solltest du dir von Anfang an Gedanken über den Zeitplan machen. Gerade wenn du wenig Erfahrung in der Produktion von Videos hast, kann dich der Aufwand dahinter überraschen. Damit dir das nicht passiert, habe ich dir im Folgenden typische Zeitpläne einmal aufgeführt.
Inhaltsverzeichnis
Du vergibst eine Videoproduktion an einen Dienstleister
Hier solltest du vor der Auftragsvergabe klären, bis wann du ein Ergebnis benötigst. Oft ist es sinnvoll, auch einen Termin zu kommunizieren, wenn das Projekt keine Deadline hat. Jedes Projekt hat natürlich einen individuellen Umfang und erfordert einen anderen Aufwand. Ich möchte dir im Folgenden ein paar Erfahrungswerte mitgeben, die du z. B. auf einen Imagefilm anwenden kannst.
| Aufgabe | Empfohlener Zeitrahmen |
|---|---|
| Konzeption und Abspracherunden | 1–2 Wochen, je nach freien Terminen |
| Konzept- und Drehbuchentwicklung | 2–3 Wochen für die Entwicklung und Finalisierung |
| Organisation und Planung | 1–2 Wochen, je nach Umfang. Für das Einholen von Genehmigungen oft deutlich länger. |
| Dreharbeiten | Oft ist die Drehzeit relativ kurz und selten länger als 1–2 Tage. Nenne aber am besten einen Zeitraum von 1–2 Wochen für die Drehtermine. |
| Schnitt und Nachbearbeitung | Sehr individuell, aber rechne mit mindestens 2–3 Wochen, je nach Umfang. Beachte hier ggf. auch Korrekturrunden. |
| Kurzer Off-Kommentar | Sofern keine Urlaubszeit ist, kannst du i. d. R. schon innerhalb weniger Tage mit einer ersten Version rechnen. |
ℹ️ Es spielt eine wesentliche Rolle, welchen Dienstleister du wählst. So kann eine Agentur durch interne Strukturen langsamer arbeiten als ein Freelancer. Ist dieser aber gerade ausgebucht, kann die Bearbeitung sogar noch länger dauern. Daher: Zu jedem Projekt gehört eine klare Absprache des Zeitplans.
Wenn du selbst ein Video produzierst
Hier gelten im Grunde die gleichen Zeiträume wie bei einer externen Produktion. Du solltest aber auch deine Erfahrungswerte einbeziehen und ehrlich sein, wie schnell z. B. der Videoschnitt möglich ist. Hier gibt es keine pauschale Antwort, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass der Aufwand oft unterschätzt wird. Plane also lieber etwas mehr Zeit ein.
Reduziere Abnahmerunden durch eine klare Aufgabenverteilung und Zuständigkeiten. Es macht keinen Sinn, jeden Social-Media-Post durch die Geschäftsführung absegnen zu lassen. Nutze daher einen Workflow, der auch ein schnelles Posten ermöglicht, ohne zu lange auf eine Freigabe warten zu müssen. Dafür solltest du eine medienerfahrene Person wählen, die auch den Gesamtüberblick über alle Videoaktivitäten hat.
ℹ️ Ein guter Freigabeprozess schaut neben der Videoqualität, also Bild und Ton, auch auf inhaltliche Themen. Neben dem Fachlichen sollte er auch die Wirkung abdecken. Wie präsentierst du dich mit diesem Video? Gibt es kontroverse Themen oder Inhalte? Könnte etwas missverstanden werden? Oft wird man als Produzent an dieser Stelle nämlich betriebsblind.
Wo kannst du Zeit sparen?
Eine Videoproduktion ist aufwändig, vor allem bei größeren Projekten. Vieles lässt sich aber durch eine gute Planung reduzieren.
- Mache ein „Drehbuch-Lock“, damit du weißt, was genau gedreht werden soll. Nachträgliche Drehs sind teuer und Zeitfresser.
- Drehe mehrere Videos an einem Drehtag.
- Erstelle Vorlagen und Workflows.
- Kläre Zuständigkeiten und Abnahmeregelungen.
- Geschwindigkeit schlägt Perfektion: Du brauchst keine perfekten Farben für einen Social-Media-Clip. Hochwertige Produktionen solltest du aber anders gewichten.
- Korrekturen solltest du gemeinsam machen, anstatt jede Rückmeldung einzeln zu bearbeiten.
Typische Erfahrungswerte für Videoprojekte
| Videotyp | Dauer |
|---|---|
| Klassischer Imagefilm | 6–10 Wochen inkl. aller Arbeitsschritte |
| Interview | Eine Woche oder weniger |
| Social-Media-Clip | Einige Tage, auch sehr kurzfristig |
| Veranstaltungsfilm | 1–2 Wochen oder nach Absprache früher |
| Erklärvideo | 3–4 Wochen, je nach Komplexität |
ℹ️ Plane immer Pufferzeiten ein, vor allem für Krankheiten, Feiertage oder schlechtes Wetter.
Übrigens: Du brauchst nicht immer einen Imagefilm. Ich habe dir ein paar Beispiele für Unternehmen hier zusammengetargen.
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